- Die PANAMA -

vom ersten bis zum letzten Bindeschritt

von "Gerold "Gerry" Clasen

Die "Panama", eine für mich wunderschöne und auch fängige Fliege. Ein Anfänger sollte sie sich allerdings nicht als "Lehrstück" aussuchen, sie könnte ihm den Spass am künftigen Binden nehmen, da sie doch einige Tücken hat. Für einen geübten Binder dürfte sie allerdings keine großen Probleme darstellen.

Einsatzgebiet: Sowohl an fließenden als auch an stehenden Gewässern. Durch ihre Bindeweise ist sie besonders geeignet für schnellfließende Bäche und Flüsse, da sie sehr gut schwimmt. Die großen Muster werden auch gerne als "Maifliege" genommen.

Man nehme:

Haken:

Größe 8 - 12   ( ein kleinerer Haken gibt Knoten in den Fingern   :-) )

Bindeseide:

Schwarz

Schwanz:

Schwanzfederfibern vom Jagdfasan

Körper:

Kunstbast (Raffia) naturfarben

Körperhechel:

Braune Hahnenfeder (kurze Fibern)

Körperrippung:

Schwarze Seide

Flügel:

Hechelspitzen grizzly (spent), Hechelspitzen braun (stehend)

Brusthechel:

Braune Hahnenfeder (lange Fibern)

Fronthechel:

Sattelfeder Rebhuhn

 Das erforderliche Material auf einen Blick

..und die notwendigen Werkzeuge

Als Haken verwende ich hier einen TMC 100 # 10. Als erstes legen wir eine Grundwicklung. Etwas Lack auftragen kann nicht schaden.

Einbinden der Fasanenstoßfibern als Schwänzchen

Vorbereitung der nächsten Bindeschritte. Festlegen der schwarzen Seide, des Raffia und der schmalen,  braunen Hahnenhechel.

Zuerst wird das Raffia einmal bis ans Öhr und wieder zurück gewickelt und mit zwei Schlägen fixiert.

Dann folgt die schwarze Seide zur Darstellung der Segmente. Mit einer Hechelklemme vor dem Öhr abhängen.

Jetzt wird die Hahnenhechel bis vor das Öhr geführt und ggf. mit einer weiteren Hechelklemme fixiert.

Wir führen nun den Bindefaden durch die Hecheln zum Stabilisieren des bisherigen Aufbaus. Sichern mit einem Halbschlag.

Festlegen der grizzlyfarbenen Hechelspitzen. Danach wird der überstehende Rest abgeschnitten. Beim Aufrichten der Spitzen bleiben Federreste stehen, die nach vorne zeigen. Beim Abschneiden unbedingt darauf achten, dass nicht die Flügel oder der Bindefaden erwischt werden (geht sehr schnell).

Durch Kreuzwicklung werden die Flügel in Stellung gebracht. So sollten nun die "Spent - Flügel" abstehen.

Das gleiche machen wir jetzt mit den braunen, aufrechtstehenden Hechelspitzen. Mit dem Bindefaden werden ein paar Wicklungen vor den Hechelspitzen gelegt, sodass sie sich besser aufrichten.

Festlegen der großen Brusthechel. Zwei bis drei Wicklungen vor und hinter den stehenden  Hechelspitzen dürften ausreichen.

Der Faden wird nun vorsichtig durch die Hecheln nach vorne geführt und diese festgelegt. Ein Halbschlag sichert die bisherige Arbeit. Ein Blick von hinten auf die fast fertige Fliege.

Direkt hinter dem Öhr wird nun die Rebhuhnhechel fixiert und ein- bis zweimal um den Haken geführt und abgebunden.

Jetzt bleibt nur noch der Kopfknoten, ein bisschen Lack auftragen und fertig ist die Panama. Auch von hinten macht sie keine schlechte Figur.

Und hier das fertige Ergebnis. Ist sie nicht eine Schönheit, die Panama?