Auf Meerforellen an Südschwedens Ostseeküste April 2012


von Gerold (Gerry) Clasen

Es ist mal wieder so weit  …. Meerforellenzeit! Wir fahren am 31.3. und 1.4.12, mit Zwischenstopp bei Hamburg, gen Norden. Es ist eine angenehme Fahrerei ohne Staus und es sind nur wenige Baustellen auf der Strecke. So kommen wir ohne Zwischenfälle gut an unserem Zielort an.

 

Montag, 2.4.12

Heute ist Einkaufen angesagt. Die Angelgeräte müssen gerichtet und überprüft werden und das Boot muss zum Service.

Landön - Die Ausfahrt aus dem Sportboothafen

Dienstag, 3.4.12

Gegen 11:00 Uhr hole ich bei „Motor & Marin“ mein Boot ab und mache mich auf den Weg nach Landön. Wie so oft um diese Jahreszeit ist mal wieder “blauer Himmel – Sonnenschein“. In der Luft hat es 5 Grad und die Wassertemperatur liegt zwischen 3,8 -4,1 Grad. Auf den Blinker habe ich zwei kleine „Stupser“, sonst weiter keinen Kontakt, trotz südöstlichem Wind.

 

Mittwoch, 4.4.12

Eigentlich ist heute Angeln angesagt aber unsere Waschmaschine gibt den Geist auf und wir müssen eine neue kaufen. Alles funktioniert bestens und die neue Waschmaschine steht um 14:00 Uhr auf ihrem Platz.

 

Donnerstag, 5.4.12

Von 11:15 – 15:45 Uhr fische ich zuerst mit Fliege und am Schluss mit Blinker aber beides wird ignoriert. Wechselnde Winde von SO – SW.

 

Blick auf den alten Leuchtturm

 

Freitag, 6.4.12

Heute fische ich von 10:30 – 15:00 Uhr. Das Ergebnis sind drei Hechte (alle so um 2 kg) und eine blanke Meerforelle von 50 cm. Kräftiger Wind mit ca. 10 m/s von W/SW.

 

noch kein Wind in Sicht

 

Sonntag, 8.4.12

Von 10:30 – 15:00 Uhr gefischt. Eine 30 cm lange Forelle erwische ich auf Zonker (Länge Zonker 9 cm; Farbe mausgrau) (12:00 Uhr; 3,7 Grad Wasser) und eine 40 cm lange auf meinen Eigenbaublinker (14:50 Uhr; 3,7 Grad Wasser) Wind: W/NW.

 

 59 cm und 1800 g

Mittwoch, 11.4.12

Heute erbarmt sich die erste etwas bessere Forelle von 59 cm und 1800 g. Gefangen auf Eigenbau-Blinker um 14:00 Uhr, 3,9 Grad Wasser und 7 Grad Luft, Wind von SO.

 

Donnerstag, 12.4.12

Gegen 13:00 Uhr erwische ich eine kleine Forelle von ca. 30 cm auf die Springerfliege (Polarmagnus) meiner Blinkerrute. Wasser 5 Grad, Luft 9 Grad, Wind von NW.

 

Bei den “Hamranas”

 

Samstag, 14.4.12

Heute fahre ich zum ersten Mal für dieses Jahr an die fünf km entfernten „Hamranas“. Zwei Kollegen mit Wathosen sind schon da und machen Wurfübungen. Gegen 12:30 Uhr fange ich eine Mefo von 45 cm auf meinen Eigenbau. Sie darf natürlich wieder zurück. Wasser 6,2 Grad, Luft 9 Grad. Wind von SO.

 

Sonntag, 15.4.12

An einer meiner Lieblingsstellen fange ich innerhalb von 20 Minuten zwei Meerforellen. Eine 48er, 11:05 Uhr, Wasser 5,3 Grad, Luft 9 Grad auf Blinker und eine 49er, 11:25 Uhr, Wasser 5,3 Grad, Luft 9 Grad, Wind von SO, auf die Springerfliege meiner Blinkerrute. Auch sie erfreuen sich noch bester Gesundheit.

 

Montag, 16.4.12

Teilweise kräftiger Nordwestwind. Nichts, außer zwei kleinen Nachläufern. Dafür war es wenigstens ein schöner, sonniger Tag.

Gänse im Tiefflug

 

Freitag, 20.04.12

Drei Tage mit Wind bis zu 11 m/s – zu viel Risiko für ein paar Fische. Heute ist wieder normale Windstärke, allerdings von Nordost. Gegen 11:30 Uhr habe ich einen Nachläufer von ca. 2 kg, der aber nur Scheinattacken ausführt. Der Wind flaut immer mehr ab und schließlich ist mal wieder Windstille, das andere Extrem. Um 15 Uhr mache ich mich auf den Heimweg. Morgen soll der Wind von Südost kommen ………. Hoffentlich.

 

Samstag, 21.04.12

Dichte Nebelsuppe. Ich warte eine Stunde am Hafen und gebe es dann auf.

 

Sonntag, 22.04.12

Auch heute ist dichter Nebel und keine Fischerei möglich.

 

Schöne Uferpartie

 

Montag, 23.04.12

Schöner, sonniger Tag mit Wind aus S/O. Gegen 14:30 Uhr befische ich einen Platz, der mir schon häufiger einen Fisch beschert hat. Der Wurf verunglückt ein wenig und ich führe den Blinker etwas höher um ihn über einen dicken Stein zu heben und trotzdem bleibe ich hängen. Nur dass es nicht der Stein sondern eine schöne Forelle (ca. 2,5 – 3 kg) ist. Ich setze keinen Anhieb weil ich der Meinung bin ich hänge an dem Stein. Der Fisch springt und schüttelt sich und schlägt sich natürlich los.  Man soll’s nicht glauben.

 

Dienstag, 24.04.12

Wieder ein schöner, sonniger Tag mit kräftigem Wind aus Ost. Kein Kontakt. Die Luft hat ca. 10-12 Grad und das Wasser 6-7 Grad. Ca. 40 m vor mir taucht plötzlich ein glänzender schwarzer Kopf aus dem Wasser auf. Wie schön, mal wieder eine der wenigen Robben zu sehen, die es hier noch gibt.

 

Altes Schild des ehemaligen “SKÄRGÅRDS CAFÉ’s” in Landön

 

Donnerstag, 26.4.12

Auch vier Wochen gehen vorbei und heute ist der letzte Angeltag. Ein kräftiger südlicher Wind, bewölkt, ab und zu ein bisschen Regen, sieht eigentlich gut aus. Außer einem kleinen Hecht und einer kleinen Meerforelle von ca. 35 cm (auf Springerfliege) geht jedoch nichts. Gegen 15:00 Uhr beende ich die Meerforellen-Saison für dieses Jahr, lade mein Boot auf den Hänger und mache mich auf den Heimweg.

 

Obwohl ich dieses Jahr vier Wochen gefahren war, konnte ich nur 13 Angeltage realisieren, im letzten Jahr waren es bei drei Wochen 14 Angeltage obwohl auch dort ein paar Tage dabei waren, an denen man nicht fischen konnte. Irgendwie hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren das Wetter verschlechtert; es ist häufiger stürmisch und die Winde kommen vermehrt aus nördlichen Richtungen. Gerade als wir in Schweden ankamen gab es auch noch einen Kälteeinbruch der mit Nachttemperaturen bis 6 Grad minus fast zwei Wochen anhielt und sicherlich nicht zur Beißlaune der Fische beitrug. Bei meiner Ankunft hörte ich auch schon von ein paar schwedischen Freunden, dass wenig Fische da wären; auch wäre der Aufstieg in den Mörrum schlecht. Da bleibt wohl nur die Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder besser wird.