Matrei in Osttirol II

Eine Fliegenfischerwoche im Hotel Rauter
11. Okt. - 18. Okt. 2008

”Große Isel” bei Matrei

 

….. Die Strecke ist einfach zu schön um es bei einem einmaligen Fischgang zu belassen. Der nächste Termin steht schon in meinem Kalender. So endete mein erster Bericht über diese wunderschöne Strecke.

 

Jetzt, fünf Jahre später, habe ich die Zeit, die Strecke nochmals zu befischen. Mit meiner besseren Hälfte und meinem Freund Harald machen wir uns am 11. Oktober bei schönstem Wetter auf den Weg nach Osttirol. Am späten Nachmittag kommen wir wohlbehalten und ohne nennenswerte Unterbrechungen in Matrei an.

Im Hotel Rauter werden wir freundlich begrüßt und bekommen unsere Zimmer zugewiesen. Mit einem 5-Gänge-Menu schließen wir den Tag ab.

Am nächsten Morgen erhalten wir unsere Fischereilizenzen. Schon am ersten Tag können wir den unteren Teil der “Großen Isel” (extra Lizenz erforderlich) befischen. Das Glück ist mir hold und ich kann nach nicht all zu langer Zeit eine 45iger Äsche mit einer kleinen Nymphe überlisten. Ein paar Minuten später erwische ich auf dieselbe Nymphe wieder eine  Äsche mit 44 cm und verliere eine weitere ü40iger auf Trockenfliege. Fängt ja gut an, denke ich. Als wir dann nach einem schönen sonnigen Tag in der Dämmerung aufhören zu fischen, ergab meine Bilanz 14 Fische, zwei Äschen, 1 kleiner Saibling und der Rest waren Bach- und Regenbogenforellen). Da kann man sich nicht beschweren.

Montag, 13.10.08: Schönes, sonniges Wetter, das Wasser hat 5 Grad. Heute befischen wir den unteren Teil des Tauernbaches und noch ein Stück der “Großen Isel”, nach dem Einlauf der “Kleinen Isel”. Beim Begehen des Ufers halte ich mich an einer kleinen Fichte fest und schüttele sie dabei ungewollt. Es regnet Köcherfliegen, hunderte wenn nicht tausende dieser Fliegen sitzen in diesem Baum. Die Luft um mich herum ist voller großer, brauner Sedges.

Kurz darauf finde ich einen umgedrehten Stein mit Gehäusen von Köcherfliegen. Jetzt wundere ich mich nicht mehr über die Unmassen von Sedges, die ich vorher gesehen habe. Heute lassen sich 15 Fische fangen, zwei mittlere Äschen, drei Regenbogen anfangs der 30, der Rest waren Bachforellen.

 

Dienstag, 14.10.08: Morgens beginnen wir bei Huben und fischen uns ein gutes Stück flussaufwärts. Trotz einiger interessanter Stellen will nichts beißen, das Wasser wird auch immer milchiger. Wie wir dann erfahren war es in den Hohen Tauern wärmer geworden und es hat eine kleine Schneeschmelze gegeben. Die Fische reagieren empfindlich und sind nicht an unseren Fliegen interessiert. Gegen Abend bleiben dann doch noch zwei kleinere Bachforellen hängen.

 

 

 

Mittwoch, 15.10.08: Wieder herrliches Wetter. Heute befischen wir die „Kleine Isel“ bei Virgen, unterhalb der Welzelachklamm. Selbst bei Schneeschmelze lässt sich hier noch gut fischen. Das Wasser ist allerdings etwas zu hoch und die Klamm nicht befischbar. Trocken und nass kann ich heute insgesamt 14 Fische fangen, 11 Regenbogen in Portionsgröße und zwei Bachforellen.

Donnerstag, 16.10.08:  Heute sind wir wieder im unteren Bereich der “Großen Isel”. Hier gefällt es mir am besten. Die Äschen machen sich jedoch auch hier rar und insgesamt bleiben heute nur 7 Forellen hängen.

Freitag, 17.10.08: Letzter Angeltag und wieder sonniges Wetter. Heute fischen wir im Bereich der Einmündung der „Kleinen Isel“ bis zur Straßenbrücke. Hier gibt es einige schöne Regenbogen. Das Ergebnis am Abend sind dann auch zwei Bachforellen und 9 Regenbogen, wovon die größte eine 40iger war.

Insgesamt hatten wir eine schöne, abwechselungsreiche Fischerei, die richtig großen Fische hatten allerdings keine Lust auf unsere Fliegen.

Auch in diesem Urlaub waren wir wieder bestens im Hotel Rauter untergebracht.

Nachtrag: Am Sonntag rufe ich einen Freund an, der an meinem Abreisetag angekommen ist. Er berichtet mir von seinem Fang einer 65iger Regenbogen. Sie sind also da, die Großen, sie wollen nur gefangen werden.