2. Thüringer Fliegenfischer-Forum-Treffen
in Bad Berka am 08.05.2004

Freitag 13:00 Uhr, endlich Feierabend. Ab nach Hause, schnell etwas gegessen, die bereits am Vortage gerichteten Klamotten im Kofferraum verstaut, die “bessere Hälfte” auf den Beifahrersitz geschnallt und ab auf die Autobahn. Bis Mainz rollt alles noch gut, zwischen Wiesbaden und Frankfurter Kreuz glauben nur noch Optimisten, dass es so weitergehen könnte und spätestens auf der A 5 weiß man dann worauf man sich wieder einmal freiwillig eingelassen hat. Am Kirchheimer Dreieck wechseln wir die Autobahn und sind jetzt auf der A 4. Der Verkehr wird immer dichter und ein paar Kilometer vor Eisenach geht’s dann nur noch mehr stop als go. Wir sind jetzt schon 5 Stunden auf der BAB und haben mal gerade knapp 300 km bewältigt. Zu allem Elend regnet es schon seit Stunden und die Radiodurchsagen über Staumeldungen in unsere Richtung lassen nichts Gutes ahnen. Die Abfahrt Eisenach taucht auf, Blinker raus und nichts wie runter von der Autobahn. Auch hier ist das Fahren kein Vergnügen aber es rollt wenigstens. Nach gut zwei Stunden, zwischenzeitlich ist es schon dunkel, kommen wir in Bad Berka an. Unsere Unterkunft, die Pension Ilmhof, ist schnell gefunden, ein gutes Abendessen und ein Bierchen im nahegelegenen Restaurant “Altes Brauhaus” lassen die Strapazen der Fahrt vergessen.

Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück geht’s dann direkt zum Veranstaltungsort, der nur ein paar Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Auf dem Weg dorthin kommen wir an der Ilm vorbei. Hohe, braune Brühe, der Alptraum jedes Fliegenfischers. Zum Glück hatte ich kein verlängertes Wochenende mit Angeln eingeplant, es wär’ wie schon so oft, mal wieder buchstäblich ins Wasser gefallen.

Das Wetter hat sich zumindest so weit gebessert, dass es nicht mehr regnet und ich weiß nicht was unser Veranstalter, Michael Müller, an Petrus bezahlt hat, dass dieser uns doch tatsächlich den ganzen Tag über gnädig gesonnen war und das Nass in den dunklen, schnell vorüberziehenden Wolken ließ.

Wir sind so ziemlich die ersten Besucher und können uns in aller Ruhe umsehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es sind ein paar Rutenbauer für Gespließte, ein Rollenhersteller, einige Händler mit Bindeutensilien und 12 Fliegenbinder, als auch ein Künstler, der sich auf das Malen von Bildern mit Fliegenfischer- /Bindemotiven spezialisiert hat, angereist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gut sortierte Tombola ist ein weiteres Highlight dieser professionell organisierten Veranstaltung. In einem separaten Raum werden über den ganzen Tag verteilt, interessante Vorträge aller Art gehalten. Wie ich später erfahre, waren ca. 200 Besucher auf der Veranstaltung.

Im Freien wird den ganzen Tag über gegrillt und verdurstet ist auch keiner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der nahe gelegenen Wiese, hinter der sich die braune Ilm vorbei schlängelt sind Plastikbahnen ausgelegt und man kann, unter fachkundiger Anweisung, mit diversen Ruten, Wurfübungen durch- führen.

Einige alte Bekannte werden getroffen und ein paar Namen aus dem Forum bekommen ein Gesicht. An einem gemütlichen Lagerfeuer findet  ein schöner Tag seinen Ausklang.

Sonntags geht es dann, unter wesentlich günstigeren Verkehrsbedingungen, wieder zurück in die Heimat.

Eine weitere Sache wird positiv registriert: Die Thüringer sind ein freundliches Völkchen.